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Walter Lothar Gärtner

Lothar Gärtner (1902 - 1974) war mit der Entwicklung der 1926 von dem Musiker Edmund Pracht konzipierten Leier von Anfang an engstens verbunden. Er schuf für das Instrument eine in ihren Grundzügen bis heute gültige Form und machte den Leierbau zu seiner Lebensaufgabe.

Gärtner, Walter Lothar. Leierbaumeister. *22.3.1902 Dresden (D), 17.8.1979 Waldshut (D).

Gärtner wuchs als zweites Kind in einer warmherzigen, naturverbundenen und künstlerisch interessierten Familie auf. Der Vater, von Beruf Regierungs-Oberinspektor, betätigte sich in der Freizeit bildhauerisch und schuf mundartliche Dichtungen. Die Übersiedlung der Familie in die 1909 aus sozial-utopischen Impulsen gegründete Gartenstadt Hellerau war für Gärtners Lebensgang entscheidend. Die von dem bedeutenden Jugendstilarchitekten Riemerschmid entworfene Stadt beherbergte u.a. von 1911 bis 1915 die Arbeit von Emile Jaques-Dalcroze, dem Begründer der rhythmisch-musikalischen Erziehung. Gärtner  übte als Kind zeitweilig in einer der Kursgruppen mit. Im Bühnenbild einer Tanztheater-Aufführung kam ihm erstmalig das Yin-Yang-Motiv zu Bewusstsein, dessen ein- und ausatmend verlaufende rhythmische Kreisteilung ihm später zur Grundidee der von ihm geschaffenen runden Leierform wurde.

Berühmt war Hellerau auch durch die „Deutschen Werkstätten“ mit ihren neuen Gestaltungsimpulsen und Herstellungsmethoden im Möbelbau. Hier bekam Gärtner eine solide Ausbildung als Kunstschreiner und absolvierte darüber hinaus eine kaufmännische Lehre. 1919 lernte er die Anthroposophie kennen. 1922 besuchte er Dornach und erlebte, wenige Wochen vor dessen Zerstörung, das Erste Goetheanum. Hier fand er eine ihn zutiefst beeindruckende Formensprache, an die er in seinem späteren eigenen Schaffen immer wieder anknüpfte. Im Juli 1923 wurde Gärtner Mitglied der Dornacher Wächtergruppe, entschlossen, seine Arbeitskraft künftig ganz in den Dienst der Anthroposophie zu stellen. Neben seinem Wächteramt betrieb er intensive künstlerische Studien (Malen bei Henni Geck, Eurythmie, plastische Studien) und nahm an einer Vielzahl von Kursen und Vorträgen Steiners teil, so u.a., auf Steiners persönliche Einladung, an dem eigentlich nur für Musiker und Eurythmisten zugänglichen Toneurythmiekurs 1924.

Als sein Wächterfreund Edmund Pracht 1926 die Idee einer völlig neu konzipierten Leier realisieren wollte, verband sich Gärtner diesem Impuls. Die von Pracht ursprünglich skizzierte eckige Form wurde von Gärtner radikal verändert. Ein Tonmodell der von Gärtner neu geschaffenen runden Form entstand am 22./23. September 1926. Die erste klingende Leier schnitzte Gärtner in der Nacht vom 5. zum 6. Oktober. Ita Wegman reagierte begeistert und sorgte für die Einführung der neuen, bald in verschiedenen Stimmlagen gebauten Instrumente in die heilpädagogische Arbeit. Pracht und Gärtner gründeten eine Arbeitsgemeinschaft. Angesichts des wachsenden Bedarfs machte Gärtner den Leierbau, trotz der allgemein sehr schlechten Wirtschaftslage, zu seiner Hauptaufgabe. 1930 heiratete er die Eurythmistin und Musikerin Elisabeth Dauner. 1930/31 gab er für einige Zeit Kurse an Valborg Werbecks Gesangsschule in Hamburg. 1931 wurde der älteste Sohn geboren, dem noch drei jüngere Geschwister folgten. Auf Einladung von Bernard Lievegoed siedelte die junge Familie 1933 in das „Zonnehuis“ Zeist bei Den Haag über, wo Gärtner Leiern baute und als Werklehrer arbeitete. 1936 zogen sie nach Konstanz, wo Gärtner unter bescheidensten Bedingungen im Haus der Schwiegermutter eine Werkstatt einrichten konnte. 1938 legte er die Meisterprüfung ab und erreichte so die Etablierung des Leierbaus als eigenständiges Handwerk.

1941 wurde Gärtner einberufen und als Sanitäter in Polen und Rußland eingesetzt, von wo er 1945 schwerkrank zurückkehrte. Wieder genesen, griff er den Leierbau erneut auf und konnte bald größere Werkstattraüme mieten. Im Zuge der weit über heilpädagogische Zusammenhänge hinaus international wachsenden Nachfrage nach den Instrumenten, die längst in verschiedenen Typen und Stimmlagen gebaut wurden, konnte Gärtner nach und nach den Betrieb durch von ihm ausgebildete Mitarbeiter erweitern. Durch die vielfältigen pädagogischen und künstlerischen Aktivitäten von Elisabeth Gärtner (Märchenstunden, Puppenspiel, Musikunterricht, Eurythmie) strahlte der Leierbau zeitweilig auch stark in das regionale Kulturleben aus.

In den 1970er Jahren war Gärtner den zunehmenden Belastungen gesundheitlich nicht mehr gewachsen und übergab die Unternehmensverantwortung in jüngere Hände. Er verstarb 1979, nach dem dritten Schlaganfall, im Krankenhaus Waldshut.

Werke: Zur Gestaltung der Leier, in: Natura, 2. Jg. 1927/28, S. 21-25; Erinnerungen an den Beginn des Leierbaus, in: N 1975, Nr.45, S. 178ff.; Fünfzig Jahre Leierbau, in: MaD 1976, Nr. 115, S. 67-71; Auch zwei Julilare des Jahres 1978, in: RRM 1979, Nr.9, S. 8-11

Literatur: Pracht, E.: Einführung in das Leierspiel, Konstanz 1955; Beilharz, G.: Entstehung und Entwicklung der neuen Leier, in: Beilharz, G. (Hrsg.): Erziehen und Heilen durch Musik, Stuttgart 1989;  Hollander, M./Rebbe, P. (Hrsg.): Die Leier, Dornach 1996; Gedenkheft zum 100. Geburtstag von W. Lothar Gärtner = Leierrundbrief, Nr. 17, 2002.

Gerhard Beilharz

Mit freundlicher Genehmigung von: Forschungsstelle Kulturimpuls. Biographien-Online. (Abkürzungsverzeichnis siehe dort.)

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Julius Knierim

Julius Knierim (1919 - 1999)

Julius Knierim

Musiker (Pädagoge und Heilpädagoge, Therapeut, Wissenschaftler). *3.9.1919 Kassel (D), +1.1.1999 Oeschelbronn (D).

Kindheit und Schulzeit des Ältesten von sechs Geschwistern sind stark von musikalischen Eindrücken geprägt. Der 14jährige darf im Kasseler Opernhaus den 1. Knaben in Mozarts „Zauberflöte“ singen. Die letzten Schuljahre verbringt er in Hanau, wo ihm sein Onkel, der Mathematiklehrer und Musikforscher Heinrich Schulze-Mänz, nicht nur eine gediegene musikalische Grundausbildung, sondern darüber hinaus ein tiefes Verständnis für das Wesen musikalischer Prozesse vermittelt. Mit Kriegsausbruch beginnt er sein Studium in Berlin: Musikwissenschaft und Kunstgeschichte, ergänzt durch Dirigier- und Klavierstudien. Im anthroposophischen Untergrund begegnet er 1940 der Musikerin und Heilpädagogin Maja Krückeberg, seiner späteren Frau. Sie zeigt ihm zum ersten Mal eine Leier (>Pracht, Gärtner) und er erkennt blitzlichtartig die „unerhörten“ Möglichkeiten dieses so bescheidenen Instrumentes für die von ihm als Zeitforderung geahnte Sublimierung des musikalischen Hörens. 1943 schließt er das Studium mit einer Dissertation über den Komponisten Johannes Heugel ab, heiratet und wird unmittelbar darauf zum Kriegsdienst eingezogen. Von den schrecklichen Kriegsereignissen im Innersten erschüttert, verwirft er die ursprünglich geplante akademische Karriere und geht, nach der Heimkehr aus französischer Kriegsgefangenschaft, im Frühjahr 1946 an das Stuttgarter Waldorflehrerseminar.

1947 wird er Mitarbeiter am Michaelshof Hepsisau, dem von Albrecht Strohschein gegründeten heilpädagogischen Institut. Für die vielschichtigen musikalischen Herausforderungen dieses spezifischen Arbeitsfeldes findet er schöpferische Antworten in reicher Fülle und entfaltet, im Zusammenwirken mit seiner Frau, über fünf Jahrzehnte hinweg ein vielgestaltiges musikalisches Leben mit hohem Niveau und weltweiter Ausstrahlung. Im Zentrum der Arbeit steht als Schlüssel für eine vertiefte Hörkultur die Leier, deren Spieltechnik und  Unterrichtsdidaktik von Knierim unablässig weiterentwickelt und menschenkundlich vertieft werden. Das gesamte Heimleben wird vorbildhaft musikalisch durchgestaltet, der Unterricht ist, bei großer innerer Strenge, von unorthodoxer Frische und Entdeckungsfreude geprägt. Mit größter Intensität werden die Schüler zum tätigen Ergreifen der musikalischen Gesetzmäßigkeiten geführt, lernen sich daran ordnen und ihre Interessefähigkeit schulen. Dabei ergänzen und befruchten sich zwei Arbeitsrichtungen: ein weit verzweigter Übungsweg im „Freien Musizieren“ (wofür ein Arsenal  von Improvisationsübungen entwickelt wird) und der aktive Gang durch die abendländische Musikgeschichte, gipfelnd in der Aufführung ganzer Opern und Oratorien mit der Heimgemeinschaft. So gelingt ihm etwa mit seiner weithin beachteten Zauberflöten-Inszenierung von 1959 (in den Folgejahren immer wieder aufgegriffen) mit bescheidenen äußeren Mitteln ein aussagestarker musikalisch-szenischer Prozeß, dessen Kraft die Zuschauenden tief berührt.

Weit über die Heimgrenzen und über die anthroposophischen Reihen hinaus ist Knierim auch wirksam geworden durch seine Mitarbeit im Rahmen verschiedener Ausbildungsstätten und bei unzähligen Kursen und Tagungen im In- und Ausland, durch seine Kompositionen und Fachveröffentlichungen, als Herausgeber von Leierliteratur und als musikpädagogischer und –therapeutischer Impulsator. Der Bau der heute weltweit verbreiteten Kinderharfe basiert wesentlich auf seinen Anregungen, auch mit der Entwicklung der Choroi-Instrumente (>Norbert Visser, Geert Mulder) in den 1960er Jahren ist er eng und prägend verbunden. 1961 wird auf seine Initiative der über Jahre für die Weiterentwicklung der Leierarbeit maßgebliche internationale „Kreis der Lehrenden Leierspieler“ gegründet (>A. Künstler, >E. Pracht, >G. Starke). 1970/71 wird er Mitbegründer der europaweiten Freien Musik Schule (Wanderstudium für Kunst – Pädagogik – Therapie), in deren Zentrum die Arbeit mit neu entwickelten Instrumenten steht.

Werke (Auswahl): Quintenlieder, Bingenheim 1970; Lieder und Chöre, Bingenheim 1981; Zwischen Hören und Bewegen, Wuppertal 1988.

Beiträge zu Zeitschriften und Sammelwerken sowie zahlreiche als Manuskriptdruck erschienene oder unveröffentlichte Kompositionen. Herausgabe von Musikbeilagen für die Zeitschrift „Das Seelenpflege-bedürftige Kind“ und von Notensammlungen: Spielbuch 1 bis 4 für Leier, Bingenheim 1961, 1967, 1970, 1978; Jahreslieder, Bingenheim 1981.

Gerhard Beilharz

Mit freundlicher Genehmigung von: Forschungsstelle Kulturimpuls. Biographien-Online. (Abkürzungsverzeichnis siehe dort.)

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Alois Künstler

Alois Künstler, (1905 – 1991) ist, neben Edmund Pracht, der wohl bedeutendste und einflussreichste Komponist der ersten Generation, der für die seit 1926 entwickelte neue Leier geschrieben hat. Mehr noch als seine Instrumentalstücke, haben vor allem seine Liedkompositionen – darunter viele mit Leierbegleitung – weltweite Verbreitung gefunden. Mit seinem seit 1957 bis heute immer wieder neu aufgelegten Heft „Das Brünnlein singt und saget“ hat er im Bereich des Kinderliedes Maßstäbe gesetzt und, ganz nebenbei, eine Fundgrube von 2-, 3-, 4- und 5-Ton-Übungen für Leieranfänger geschaffen.

 Musiker, Komponist. *1.1.1905 Liegnitz/Schlesien (DE), †11.9.1991 Dortmund (DE).

 Alois Künstler wurde als sechstes von sieben Kindern geboren. Der Vater, Schuhmachermeister und Sozialist, stammte aus Mährisch-Aussee. Dort wohnte die Familie 1911–1913, kehrte dann nach Liegnitz zurück – wo der Vater  in einer Lederfabrik als Zuschneider arbeitete –, übersiedelte 1915 nach Berlin, 1919 nach Glogau. Um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, musste Künstler als Jugendlicher hart arbeiten.

Schon in der Berliner Zeit hatte der junge Alois Künstler Kontakt zur Wandervogelbewegung und erlernte nach dem Ersten Weltkrieg autodidaktisch Geige und Laute. Bei den Glogauer Wandervögeln lernte er Walter Hoffmann und Werner Pache kennen, die ihn musikalisch förderten und mit der Anthroposophie bekannt machten. Obwohl er erst mit 17 Jahren seine erste Geigenstunde erhalten hatte, bekam er rasch Zutritt zum Glogauer Stadtorchester. Erste eigene Liedvertonungen reichen bis in diese Zeit zurück. Durch Werner Pache kam er 1924 für einige Zeit als Helfer in das neu gegründete heilpädagogische Institut „Lauenstein“ bei Jena. Nach weiteren Wanderjahren, zeitweilig auch in Berlin, wo er seinen Lebensunterhalt als Kino-Geiger verdiente und bei Ernst-Lothar von Knorr musikalischen Unterricht erhielt, wurde er 1929 Mitarbeiter im heilpädagogischen Heim Gerswalde. In seiner dortigen Musikertätigkeit, die weit über den Unterricht hinaus die gesamte musikalische Durchgestaltung des Gemeinschaftslebens umfasste, konnte Künstler seinen spezifischen Kompositionsstil entfalten. Hier lernte er auch Olga Franke, seine spätere Frau, kennen, deren Arbeit als Eurythmistin und Klassenlehrerin ihn zu vielen Lied- und Leierkompositionen anregte.

1940 wurde er zum Kriegsdienst einberufen und in Russland eingesetzt. 1946/47 arbeitete er im heilpädagogischen Institut Eckwälden, seine Frau im benachbarten Michaelshof Hepsisau. Hier begegnete er dem jüngeren Julius Knierim, dessen Arbeitsweise er stark beeinflusste. In der Folgezeit setzte sich Knierim wesentlich für die Verbreitung von Künstlers Lied- und Leierkompositionen ein und besorgte die Veröffentlichung vieler Notenausgaben, zunächst im Selbstverlag (Das ewige Licht geht da herein, 1950; Michaelslieder, 1951), später im Rahmen des von Gotthard Starke begründeten Verlags Das Seelenpflege-bedürftige Kind.

1948 siedelten Olga und Alois Künstler in das Landschulheim Benefeld über, wo sie bis 1977 mitarbeiteten. Außer dem Musikunterricht für die Klassen 1 bis 8 und diversen Instrumentalstunden mit Einzelschülern, oblag Künstler vor allem die musikalische Gestaltung des Lebens einer großen Internatsgemeinschaft. Er schuf dafür über Jahre hinweg eine ungeheure Fülle von Liedern und Instrumentalstücken.

Seit 1977 lebte das Ehepaar Künstler im Altenwohnheim des Pädagogisch-Sozialen Zentrums in Dortmund. Auch hier war es Künstlers Anliegen, von der Musikerin Annemarie Loring wesentlich unterstützt, mit geselligen Singstunden und wöchentlichen Leiervorspielen die Gemeinschaft durch seine Musik zum Klingen zu bringen, solange seine Kräfte ihm dies noch erlaubten. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1987 verbrachte Künstler die letzten vier Lebensjahre sehr zurückgezogen und zunehmend in der Auseinandersetzung mit Krankheitsprozessen.

Künstler hat die Musik in der anthroposophischen Heilpädagogik so stark geprägt, wie außer ihm nur noch Edmund Pracht und Julius Knierim. Anders als die beiden genannten Komponisten, die sich auch in Wort und Schrift mannigfach zu (heil)pädagogischen und musikalisch-menschenkundlichen Fragen geäußert haben, hat Künstler sich dabei ganz auf das lebendige pädagogische und künstlerische Wirken beschränkt. Seine Leierkompositionen und Lieder mit Leierbegleitung zählen zum Wichtigsten, was für das Instrument geschrieben worden ist. Seine Lieder für Kinder und zu den christlichen Jahresfesten sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Sie gehören weltweit zum zentralen musikalischen Bestand anthroposophisch orientierter Heilpädagogik und haben vielfach auch Eingang in die Waldorfkindergärten und -schulen gefunden.

Werke: Windet zum Kranze, Stuttgart [1937], Bingenheim ³1991; Das ewige Licht geht da herein, [1950], Bingenheim ³1989; Michaelslieder [1951], Wuppertal 1986; Das Brünnlein singt und saget, Bingenheim 1957, 1994 (10. Aufl.); Hei, wie ist das Wandern gut, Bingenheim 1960, ³1978; Musik für Leier, Bingenheim 1970, ²1986; Lieder, Bingenheim 1970; Kinder spielen für Kinder, Bingenheim 1970; Melodien – Tänze und Variationen, Bingenheim 1974; Spielheft für Leier, Bingenheim 1975; Hymnen und Lieder, Bingenheim 1975; Musik für ein bis drei Melodie-Instrumente, Bingenheim 1976; Erde singe. Alte und neue Weihnachtslieder, Bingenheim 1976. ²1988; Krone, Krane. 20 Kinderlieder, Bingenheim 1978; Volksweisen – Variationen, Tänze, Bingenheim 1979; ER singt und spielt in uns, Bingenheim1982; Weltliche und geistliche Lieder, Wuppertal 1985; Musik zu den Oberuferer Weihnachtsspielen, Wuppertal 1989; einzelne Kompositionen in Sammelheften; 4 Musikbeilagen in SbK,.

Literatur: Lampson, E. u. H. u. a.: Alois Künstler zum 80. Geburtstag, Wuppertal 1984; Starke, G.: Alois Künstler zum 80. Geburtstag, in: MaD 1985, Nr. 181; Gärtner, E.: Zum Tod von Alois Künstler, in: N 1991, Nr. 40; Knierim, J. und Beilharz, G.: Alois Künstler, in: SHS 1991, Nr. 4; Barkhoff, M.: Alois Künstler verstorben, in: G 1991, Nr. 39; Gärtner, E.: Alois Künstler, in: RRM 1992, Nr. 22; Lampson, H.: Alois Künstler. Leben und Werk, in: MaD 1993, Nr. 186; Loring, A.: Alois Künstler, in: Hollander, M., Rebbe, P. [Hrg.]: Die Leier, Dornach 1996.

Gerhard Beilharz

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Annemarie Loring

Annemarie Loring (1923 - 2014), Mitbegründerin der "Freien Musik Schule. Kunst - Pädagogik - Therapie", setzte neue Maßstäbe in der Ausarbeitung einer profunden Spieltechnik für das noch junge Instrument Leier. Ihre Arbeitsweise hatte einen starken Einfluss auf eine jüngere Generation von Leierspielern und -lehrern.

Annemarie Loring    *8.3.1923 Hochstätten/Pfalz - †4.4.2014 Dortmund

„Meinen Geburtstag kannst du nie vergessen“, so pflegte Annemarie Loring jedes Jahr dem überraschten Gratulanten zu sagen, “da hat nämlich Rudolf Steiner die Vorträge zum Tonerlebnis gehalten!“ 

Während Rudolf Steiner seine beiden Vorträge über das Tonerlebnis im Menschen hielt (am 7. und 8. März 1923 in Stuttgart), erblickte die kleine Annemarie das Licht der Welt. Noch war nicht voraus zu sehen, dass sie einmal Musik und Anthroposophie zu ihrem Lebensinhalt machen und die Leier zu ihrem Hauptinstrument erwählen würde. Prägend für ihre Kindheit waren vor allem der liebevolle „Vatter“ –  wie sie in ihrer Pfälzer Mundart ihn immer nannte – und die gestrenge Tante Marie. Durch den Beruf des Vaters bedingt – er war Eisenbahner – zog die Familie später aus dem vertrauten Hochstätten nach Ludwigshafen um.

Schon bald wurde Annemaries musikalische Begabung deutlich, das kleine Mädchen  mit den langen roten Zöpfen lernte Klavier spielen und später auch Geige. Dass sie in ihrem Musikstudium in Mannheim an der Hochschule bei bedeutenden Anthroposophen Unterricht hatte, so bei Karl von Baltz und Wilhelm Petersen, wurde ihr erst viel später deutlich. Sie lebte ganz in der Musik und gehörte in der Klavierklasse bald zu den Meisterschülerinnen.

Die Kriegsereignisse machten sich durch die immer stärker werdende wirtschaftliche Not bemerkbar. Die Familie zog wieder in die Pfalz in das bei Kaiserslautern gelegene Dorf Katzweiler. Annemarie verdiente ihren Lebensunterhalt mit Klavier- und Geigenstunden. Sie zog über Land und unterrichtete die Kinder der noch einigermaßen wohlhabenden Bauernfamilien und konnte sich und auch ihre Familie mit Naturalien über Wasser halten. Auch in den ersten Nachkriegsjahren unterrichtete sie Klavierschüler und verdiente sich ein Zubrot durch das Musizieren bei Tanzveranstaltungen.

Als 1950 ihr Sohn Friedrich geboren wurde und sie suchte, wie sie ihr Leben weiter gestalten könnte, fand sie den Weg in die anthroposophische Heilpädagogik. Sie stieß zu einer Gruppe von Menschen, die in Lauterbad, bei Freudenstadt im Schwarzwald, ein Heim für seelenpflegebedürftige Kinder gründeten. Hier fand sie eine neue Schicksals- und Lebensgemeinschaft. Die Gemeinschaft aus dem Schwarzwald zog im Sommer 1959 nach Kassel um, wo sich das Kinderheim „Lauterbad“ stark erweitern konnte. Annemarie Loring teilte sich in der Schule den Musikunterricht mit Frau Kipp, ihrer neuen Kollegin. Im Heim gestaltete sie die Jahresfeste. Selbstverständlich gehörte auch die Tanzmusik bei den Faschingsfeiern dazu! Mit großer Liebe gab sie auch Religionsunterricht und führte die Sonntagshandlungen durch.

Als 1961 auf Initiative von Julius Knierim und Edmund Pracht der legendäre „Kreis der Lehrenden Leierspieler“ gegründet wurde, gehörte sie zu den wenigen, sozusagen handverlesenen Mitgliedern. In diesem Arbeitskreis, der sich jährlich um den 1. Mai herum meist in Hepsisau traf, wurde der Umgang mit dem seit 1926 gebauten Instrument energisch vorangetrieben: in künstlerischer, pädagogischer und in therapeutischer Hinsicht. Aus dem Kreis der Lehrenden Leierspieler heraus schlossen sich dann 1970 einige Musiker zur Gründung der Freien Musik Schule zusammen. Auch hier gehörte Annemarie Loring zum Kreis der Gründungsmitglieder. Konzipiert wurde ein in seiner Art wohl einzigartiges Wanderstudium, in dessen Zentrum das Leierspiel stehen sollte. Schon bald „wanderten“ die ersten Musikstudenten durch halb Europa zu ihren Lehrmeistern und erwarben sich auf unkonventionelle Weise das Rüstzeug für ihr späteres Arbeiten im künstlerischen, pädagogischen oder therapeutischen Bereich.

Bei Annemarie Loring lernten sie das Leierspiel auf einzigartige und eindrucksvolle Weise kennen. Sie war eine wahre Meisterin und die Leierstunden bei ihr wurden für viele Studenten prägend. Hier war die „technische Handhabung“ des Instrumentes zur höchsten Vollendung gebracht! Und Annemarie Loring hatte ein gewichtiges Arsenal wirkungsvoller Übungen entwickelt, um ihren Schülern auch die subtilen Seiten der besonderen Tonbildung auf diesem Instrument zu erschließen.  So wurde sie – neben dem schon erwähnten Julius Knierim – zur vielleicht wichtigsten Anregerin für eine jüngere Generation von Leierspielern. Da sie selbst jedoch weder komponierte, noch durch Publikationen oder Vorträge hervortrat, blieb sie außerhalb der Reihen der Freien Musik Schule zeitlebens eine Art Geheimtipp.

1977 verließ sie das Kinderheim Lauterbad in Kassel und begann einen neuen Lebensabschnitt im Ruhrgebiet. Zunächst unterrichtete sie am Lehrerseminar in Witten-Annen und am neu sich gründenden Therapeutikum am Pädagogisch Sozialen Zentrum Dortmund (PSZD). Dortmund wurde ihr zur neuen Heimat. Ein neuer Kreis von Leierspielern scharte sich um sie. Eine besondere Aufgabe kam auf sie zu, als Olga und Alois Künstler in das PSZD zogen. Mit Alois Künstler gestaltete sie bis Ende der 80er Jahre regelmäßige Leier-Vorspiel-Stunden, die sich einer ständig wachsenden Zahl von Zuhörern erfreuten. 1987 starb Olga Künstler, 1991 Alois Künstler. 1993 reiste sie zu einem längeren Aufenthalt nach Israel und legte mit ihren Leierkursen dort das Fundament für eine – bis heute klein gebliebene – israelische Leierszene. 1997 zog sie selber ins PSZD. Ganz allmählich ließ sie die regelmäßigen Leier-Vorspiele auslaufen. Aber die Zahl der Leierschüler nahm nicht ab. Bis zu ihrem 80. Lebensjahr unterrichtete sie fast täglich einen, manchmal zwei Leierschüler! Dann wurden die Schüler weniger, aber noch bis zu ihrem 88. Lebensjahr spielte sie zu den Totenfeiern im PSZD. Am liebsten ihr „Karfreitagsstück“, die Sarabande aus der 5. Cello-Suite von J. S. Bach.

Es wurde stiller um Annemarie Loring. Der neunzigste Geburtstag wurde noch im kleinen Kreis gefeiert. Schüler wollte sie keine mehr. Im November 2013 kam sie auf die Pflegestation, wo sie bis zu ihrem Tod geduldig lag. Der einundneunzigste Geburtstag war noch einmal ein musikalisches Fest im kleinen Kreis einiger ihrer ehemaligen Schüler. Singen und Leierspiel erklangen, darunter ihre Lieblingslieder „Lass mich ein Streiter Gottes sein“ und „Die Sonne sinket“ von Alois Künstler.

In der Nacht zum 4.April 2014 verließ sie die Erde. Die Arbeit mit der Leier zog sich wie eine klingende Spur durch ihr Leben. Mit ihrem in der Stille und fast wie im Verborgenen blühenden Wirken als Leierlehrerin gehört sie zu den ganz großen Impulsatoren für die Weiterentwicklung des Leierspiels. 

Reinhild Brass

 

 

Edmund Pracht

Edmund Pracht (1898 - 1974) konzipierte1926 eine moderne Leier, deren asymetrische Form nicht an historische Vorbilder angelehnt war. Die von Lothar Gärtner gebauten Instrumente fanden ihre Verbreitung zunächst vor allem innerhalb der anthroposophischen Heilpädagogik. Durch seine weit gespannte Kurs- und Vortragstätigkeit, durch seine Kompositionen und Schriften gab Pracht wesentliche Impulse für das Leierspiel. 1961 gründete er, zusammen mit Julius Knierim und anderen Musikern, den internationalen „Kreis der Lehrenden Leierspieler“. Von hier aus verbreitete sich die Leierarbeit weltweit und über die heilpädagogischen Grenzen hinaus.

Pracht, Edmund, *21.10.1898 Berlin (D), †22.3.1974 Arlesheim (CH).

Prachts Vater war Wolgadeutscher, der in Berlin einen Kaviarimport betrieb, die Mutter stammte aus Posen. Als Kind lernte Pracht Klavier und Trompete. Im Kriegsjahr 1916 legte er am Steglitzer Gymnasium die Not-Reifeprüfung ab und immatrikulierte sich an der Berliner Universität im juristischen Fach. Im März 1917 erfolgte die Einberufung zum Kriegsdienst als Fliegerbeobachter. 1919 setzte Pracht seine Studien fort, zunächst an der Handels-Hochschule in Berlin, dann, nach einem praktischen Arbeitsjahr in Bremen, wieder an der Berliner Universität, wo er wirtschafts- und sozialwissenschaftliche sowie philosophische Vorlesungen besuchte. Im Frühjahr 1923 brach er das Studium ab und wurde Mitglied in der von Günther Wachsmuth zusammengerufenen Wächtergruppe an der Brandruine des Ersten Goetheanums.

 

Schon in den Berliner Jahren war Pracht auf die Anthroposophie gestoßen und Steiner mehrmals begegnet, u.a. 1922 beim „Pädagogischen Jugendkurs“. 1921 hatte er sich mit den ihm wichtigen Fragen zur Zukunft der Musik an Steiner gewandt. Nun fand der vielseitig Begabte in der spirituell und künstlerisch anregenden Dornacher Atmosphäre reiche Nahrung. Als versierter Pianist begleitete er viel zur Eurythmie, betätigte sich schauspielerisch, betrieb malerische (bei Henni Geck) und plastische Studien und hörte eine Fülle von Vorträgen Steiners. Besonders der Ton-Eurythmiekurs (1924) wurde ihm für das eigene Suchen in der Musik wegweisend. Das hier angeregte vertiefende Erüben der musikalischen Elemente schuf in ihm den Nährboden, der zwei Jahre später die Schaffung der Leier ermöglichte. Nach seiner eigenen Schilderung trat dieses Instrument, ohne Anlehnung an historische Vorbilder, vor seinen inneren Blick, indem sich ihm die Bestandteile des Klaviers auflösten, bis nur noch Saiten und Resonanzkörper übrigblieben. Um die monatelang gehegte Idee Wirklichkeit werden zu lassen, bedurfte es allerdings einer Geburtshilfe: 1926 wurde Pracht gebeten für den Eurythmieunterricht der Kinder am „Sonnenhof“ (der heilpädagogischen Dépendance von Ita Wegmans Klinik) zu spielen. Von den Möglichkeiten des Klaviers unbefriedigt und bestärkt durch Ita Wegman, gab Pracht  nun den Bau einer Leier nach seinen Vorstellungen bei einem Basler Geigenbauer in Auftrag. Lothar Gärtner, ebenfalls Mitglied der Wächtergruppe, griff Prachts Idee auf, gab ihr eine neue Form und baute in kürzester Zeit das erste Instrument. Pracht und Gärtner gründeten eine Arbeitsgemeinschaft, Gärtner machte den Leierbau zu seiner Lebensaufgabe. Fortan spielte das neue Instrument im Musikleben der heilpädagogischen Institute eine zentrale Rolle.

 

In den von Ita Wegman seit den 1920er Jahren eingerichteten ärztlichen, heilpädagogischen und heileurythmischen Fortbildungskursen bekam Pracht die Aufgabe, mit den Kursteilnehmern künstlerische und musikalisch-menschenkundliche Grundlagen zu erarbeiten. Zentrales Medium war die Leier. Prachts Arbeitsweise und die von ihm geschaffenen Kompositionen wirkten stark stilbildend und gaben  vielen Kursteilnehmern den entscheidenden Anstoß für spätere eigene Ausarbeitungen auf musikalischem Feld. So sind z.B. Karl Königs musiktherapeutische Ansätze oder Gisbert Husemanns Erarbeitung einer plastisch-musikalisch-sprachlichen Menschenkunde nicht ohne die Begegnung mit Pracht zu denken.

 

Als freier Mitarbeiter schuf Pracht eine Fülle von Lied- und Leierkompositionen für die Ita-Wegman-Klinik und den „Sonnenhof“. Auf Anfragen der vielen Freunde in den in- und ausländischen heilpädagogischen Instituten entfaltete er nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die letzten Lebensjahre eine rege Reisetätigkeit. Durch Kurse, Vorträge und Kompositionen impulsierte er das Leben vor Ort, oft unterstützt durch seine Frau, die Eurythmistin und Sängerin Alice Pracht-Loudon.

 

1955 faßte Pracht die künstlerischen Erfahrungen mit dem neuen Instrument in seiner „Einführung in das Leierspiel“ zusammen. Ungeahnten Aufschwung und methodisch-didaktische Differenzierung erfuhr die Arbeit seit 1961 durch den auf  >Julius Knierims Initiative hin  gegründeten internationalen „Kreis der Lehrenden Leierspieler“, mit Pracht als spiritus rector. Von hier aus verbreitete sich die Leierarbeit mehr und mehr über die heilpädagogischen Grenzen hinaus.

 

Bis in das Jahr 1972 wirkte Pracht tatkräftig an der sich international entfaltenden Arbeit mit. Dann schwächte ihn eine Krankheit und er mußte seinen Radius immer weiter einschränken. Die letzten Lebenswochen verbrachte er in der Ita-Wegman-Klinik in Arlesheim.

 

Mit der Schöpfung der Leier und der Entwicklung eines die musikalischen Elemente in ihrer Tiefenschicht ernstnehmenden Übstils war Pracht ein großer und folgenreicher Wurf gelungen. Seine Freunde und Kollegen schätzten in ihm darüber hinaus den klaren Denker mit unbestechlichem Verantwortungsbewußtsein. Die heilpädagogischen Seminaristen erlebten ihn als souveränen, mit Berliner Humor begabten Lehrer, der ihnen nicht nur die Musik, sondern auf originelle Weise auch die Anthroposophie erschloß. Wer seine wenigen erhaltenen plastischen und malerischen Arbeiten sehen konnte, ist beeindruckt von ihrer künstlerischen Kraft.

 

Der Inspirationsstrom, dem auch die Leier zu verdanken ist, trug dem kompositorischen Autodidakten in den ersten Jahren seit 1926 Melodien zu, von denen einige nahezu volksliedhafte Verbreitung gefunden haben, wie z.B. das Adventslied „Über Sterne“, das Michaelslied „O unbesiegter Gottesheld“ oder die „Marjatta“-Vertonung aus der Kalevala. Auch die in späteren Jahren entstandenen Kompositionen wurden in vielen heilpädagogischen Einrichtungen gerne aufgegriffen. Die Vermittlung geschah meist durch persönliche Begegnung, teilweise auch durch Veröffentlichung in dem von >Gotthard Starke gegründeten Verlag Das Seelenpflege-bedürftige Kind.

 

Werke: Einführung in das Leierspiel, Konstanz 1955; Die Entwicklung des Musikerlebens in der Kindheit, in: Heilende Erziehung, Stuttgart 1956; Aus den Anfangszeiten des Leierbaus. Zur Entstehungsgeschichte der Leier, in: Hollander, M./Rebbe, P. (Hrsg.): Die Leier, Dornach 1996;  verschiedene Zeitschriftenbeiträge. Kompositionen (Auswahl): Die Erde hat uns lieb (Kinderlieder), Stuttgart/Den Haag/London 1928; in variierter Zusammenstellung: Lied und Spiel im Leben des Kindes (Goldene Leier, Heft1),Konstanz o.J.; Eseleinlieder (Puppenspielmusik), Malsch 1935; Marjatta, Konstanz o.J.; Die Eisenrune; Die Birkenrune; Der 145. Psalm; Lieder, (alle Bingenheim); weitere Werke im Verlag des Ateliers für Leierbau W. Lothar Gärtner, Konstanz, und im Verlag Das Seelenpflegebedürftige-Kind, Bingenheim; zahlreiche nicht veröffentlichte Kompositionen (Lieder, Chöre, Märchen- und Bühnenmusiken, Studien und Spielmusiken für Leier).

 

Literatur (Auswahl): Hollander, M./Rebbe, P. (Hrsg.): Die Leier, Dornach 1996; Zum 100. Geburtstag von Edmund Pracht. Gedenkheft = Leierrundbrief Nr. 10, Michaeli 1998, Beilharz, G.: Edmund Pracht und die Grundlegung der Musik in der anthroposophischen Heilpädagogik, in: Leierrundbrief Nr.10 und 11, 1998/99.

 

Gerhard Beilharz

 

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